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Informationen zur verkehrspsychologischen Untersuchung (VPU)

Personen, die in alkoholisiertem Zustand beim Lenken eines Kraftfahrzeugs angetroffen werden, haben sich einer verkehrspsychologischen Untersuchung dann zu unterziehen, wenn der Atemluftalkoholgehalt (AAK) 0,8 mg/l bzw. der Blutalkoholgehalt (BAK) 1,6 Promille oder mehr betragen hat. Eine verkehrspsychologische Untersuchung wird ebenso angeordnet, wenn der Aufforderung zur Atemluftkontrolle nicht Folge geleistet wurde, also der Tatbestand der Verweigerung gegeben ist. Die verkehrspsychologische Untersuchung beinhaltet neben der Überprüfung der kraftfahrspezifischen Leistungsfähigkeit sowie der Bereitschaft zur Verkehrsanpassung die Anamnese und das Explorationsgespräch. Die Ergebnisse werden der anordnenden Behörde (Amtsarzt) übermittelt. 

 

Informationen zum verkehrspsychologischen Screening

Ein Screening muss absolviert werden, wenn Sie die Lenkberechtigung der Führerscheinklasse D erwerben und Busse lenken möchten. Außerdem kann die Behörde ein verkehrspsychologisches Screening anordnen, wenn Sie die Ausstellung eines Schulbus-Lenkerausweises beantragt haben. Das verkehrspsychologische Screening setzt sich aus einem psychologischen Gespräch und einer testpsychologischen Untersuchung zusammen. Die gesamte Untersuchung dauert ungefähr 1 Stunde. Es ist unbedingt erforderlich, dass Sie nüchtern (0,00 Promille) und substanzmittelfrei zur Untersuchung kommen. Die Untersuchung findet in angenehmen und freundlichen Räumlichkeiten statt. Wir sind bemüht, die anfängliche Anspannung und Nervosität möglichst gering zu halten. Um dies zu gewährleisten, findet zunächst ein Gespräch und dann die Testung statt. Nachdem die verkehrspsychologische Stellungnahme erstellt ist, haben Sie die Möglichkeit, das Ergebnis mit dem Verkehrspsychologen zu besprechen.

 

Informationen zur verkehrspsychologischen Nachschulung für alkoholauffällige Lenker

Dieser Kurstyp ist bei einer Alkoholisierung von 0,6 mg/l (oder mehr) Alkohol in der Atemluft sowie bei Probeführerscheinbesitzern bei 0,05 mg/l (oder mehr) Alkohol in der Atemluft behördlich anzuordnen. Im Rahmen dieses Nachschulungstypes besprechen wir in der Gruppe die Ursachen, die zur Anordnung der Nachschulung geführt haben. Ziel dieses Kurses ist es, die eigene Haltung und Einstellung zu Alkohol bewusst zu machen. Wissenslücken über die Wirkung des Alkohols sollen geschlossen werden, insbesondere die Auswirkung auf die Verkehrsteilnahme. Individuell angepasste Verhaltensweisen werden entwickelt, erprobt und stabilisiert, um Trinkgewohnheiten zu ändern und den Alkoholkonsum vom Autofahren künftig zuverlässig zu trennen.

 

Informationen zur verkehrspsychologischen Nachschulung für verkehrsauffällige Lenker

Diese Nachschulung wird überwiegend bei verkehrsauffälligen Probeführerscheinbesitzern angeordnet, aber auch bei anderen verkehrsauffälligen Lenkern, die ein schweres Verkehrsdelikt begangen haben. Es ist u.a. eine Fahrprobe zwischen den Kursterminen mit einem Fahrlehrer zu absolvieren, die der Beobachtung des Fahrverhaltens und einer folgenden Nachbesprechung dient. Ziel dieses Kurstyps ist die Herstellung eines normgerechten, sicherheitsbewussten und rücksichtsvollen Fahrverhaltens. Insbesondere soll dies durch eine Änderung der Einstellung zu anderen Verkehrsteilnehmern, Förderung des Risikobewusstseins und durch Entwicklung einer realistischen Selbsteinschätzung und verbesserte Gefahrenerkennung erzielt werden. Die Kursteilnehmer sollen sich dabei mit den persönlichen Hintergründen ihres Fehlverhaltens auseinandersetzen und sich der Beziehung zwischen dem Fehlverhalten und ihren persönlichen Lebenshaltungen bewusst werden, um sich künftig zuverlässig im Straßenverkehr zu bewegen.

 

Informationen zur verkehrspsychologischen Nachschulung für besondere Maßnahmen im Rahmen des Vormerksystems (Punktesystem)

Dieser Kurstyp ist von Personen zu absolvieren, denen von der Behörde eine Nachschulung im Rahmen des Vormerksystems angeordnet wurde. Es werden die Ursachen, die zur Anordnung dieser Maßnahme geführt haben, erörtert. Ziel dieses Kurses ist es, die eigene Haltung und Einstellung zu Alkohol bewusst zu machen, Wissenslücken über die Wirkung des Alkohols zu schließen, insbesondere die Auswirkung auf die Verkehrsteilnahme und die Herstellung eines normgerechten, sicherheitsbewussten und rücksichtsvollen Fahrverhaltens zu erreichen. Insbesondere soll dies durch eine Änderung der Einstellung zu anderen Verkehrsteilnehmern, Förderung des Risikobewusstseins, durch Entwicklung einer realistischen Selbsteinschätzung und verbesserte Gefahrenerkennung erzielt werden. Die Kursteilnehmer sollen sich dabei mit den persönlichen Hintergründen ihres Fehlverhaltens auseinander setzen und sich der Beziehung zwischen diesem Fehlverhalten und ihren persönlichen Lebenshaltungen bewusst werden, um sich künftig zuverlässig im Straßenverkehr zu bewegen.

 

Informationen zur verkehrspsychologischen Nachschulung bei sonstiger Problematik (z.B. Suchtmittelkonsum)

Dieser Kurstyp ist von Personen zu absolvieren, die Kraftfahrzeuge unter sonstiger Beeinträchtigung (z.B. unter Suchtmitteleinfluss) gelenkt haben. Im Rahmen dieser Nachschulung sollen adäquate Verhaltensstrategien entwickelt werden, um das Lenken von Kraftfahrzeugen unter spezieller Beeinträchtigung künftig zu vermeiden. Ziel des Kurses ist es, die Motive für und Probleme von Substanzmissbrauch bewusst zu machen. Wissenslücken über die Wirkung der Substanzen auf die Verkehrsteilnehmer sollen geschlossen werden. Um zu einem Ausstieg aus dem Substanzkonsum zu motivieren, werden individuell angepasste Verhaltensweisen entwickelt, erprobt und stabilisiert, damit die Zuverlässigkeit im Straßenverkehr wieder hergestellt wird.

  (c) aaav 2013